Spendenübergabe - Erlöse des schulinternen Weihnachtsbasars werden zwei karitativen Einrichtungen in der Region überreicht

Völker-Schule, Bericht - 11.04.2019

 

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien fand bereits zum fünften Mal der interne Weihnachtsmarkt statt. Nach einigen Stunden Unterricht verwandelten sich das Schulgebäude und der Schulhof und alle anwesenden Klassen der Abteilungen eröffneten ihre Verkaufsstände: Selbst genähte Körnerkissen wurden von den Ergotherapeuten angeboten. Handcreme, Peeling, Badesalz und Badekugeln, aber auch Backmischungen gab es an den Ständen der PTA’s. Die Physiotherapeuten und Fachoberschüler kümmerten sich am Bratwurst- und HotDog-Stand um die Hungrigen, als Nachtisch gab es bei der Wirtschaftsabteilung Waffeln und Punsch. Außerdem stellte die Höhere Handelsschule die aktuelle Kollektion der Schülerkleidung vor.

Nach dem erfolgreichen Weihnachtsmarkt wurde Kassensturz gemacht. Es kam die stattliche Summe von 1.000 Euro zusammen. Unsere Schülerinnen und Schüler sollten selbst entscheiden, welche karitativen Zwecke mit diesem Geld unterstützt werden sollten und reichten unterschiedliche Vorschläge ein. Es erfolgte eine Online-Schülerumfrage, bei der die Schüler abstimmen konnten, wem das Geld zugutekommen sollte.

Am Dienstag, 02. April 2019 war es dann endlich soweit: Jeweils 500 Euro konnten sowohl dem Kinderhospiz Löwenherz e.V. als auch dem ambulanten Kinderhospizdienst in Osnabrück übergeben werden. Stellvertretend für die gesamte Völker-Schule waren einige SchülerInnen sowie Daniel Dresselhaus, Leiter der Wirtschaftsschulen und stellv. Vorstandsvorsitzender, und Lina Wübben, stellv. Leitung der PTA-Abteilung, anwesend.

Und genau so, wie jede Klasse sich mit ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten beim Weihnachtsmarkt eingebracht hatte, so geht es auch den beiden Ehrenamtlichen im Hospizdienst: Frau Schrader vom ambulanten Kinderhospizdienst in Osnabrück und Herrn Held vom Kinderhospiz Löwenherz e.V. in Syke. Sie informierten über ihre Arbeit, erst mit einem informativen Video, später dann auch im persönlichen Gespräch. 

Frau Schrader betreut Familien der schwer erkrankten Kinder und ermöglicht den erkrankten Kindern oder auch den Geschwisterkindern eine unbeschwerte Zeit und gibt den Eltern eine kurze Auszeit vom anstrengenden Alltag. An diesen wöchentlichen Terminen entscheidet sich dann oft sehr spontan, „was geht in dem Moment“ – ein Ausflug, oder doch eher etwas Ruhigeres wie Vorlesen oder Basteln. 

Herr Held hingegen sieht seine Fähigkeiten eher in der Öffentlichkeitsarbeit und der Durchführung von Infoveranstaltungen zum Thema Hospizarbeit. „Ich kann der Gesellschaft etwas zurückgeben.“, sagte Herr Held am Dienstag. Beide Tätigkeiten sind unbedingt nötig, denn die Vereine sind auf ehrenamtliche Helfer angewiesen. 

Hospiz bedeutet übrigens übersetzt „Herberge“ oder auch „Gastfreundschaft“. Die Begleitung von Kindern und Jugendlichen ist bereits ab Diagnosestellung möglich und kann sich dann über viele Jahre erstrecken. Der grundlegende Auftrag besteht in der Förderung der Lebensqualität der gesamten Familie des lebensbedrohlich erkrankten Kindes. 

Die Spenden werden oft eingesetzt, um spontan reagieren zu können, wenn Familien Hilfe gebrauchen, z.B. als Zuschuss zu einem nötigen Umzug oder zur Erweiterung einer Terrassentür, damit das Pflegebett des Kindes bei gutem Wetter auch in den Garten geschoben werden kann. Auch Projekte wie die Ausbildung von Begleithunden, die die Familien dann besuchen, werden bereits durch Spenden umgesetzt.

Wir bedanken uns herzlich bei Frau Schrader und Herrn Held für den informativen Nachmittag und wissen die Spenden in guten Händen!

Weitere Informationen zu den beiden Hospizeinrichtungen und deren Arbeit gibt es hier: 

www.kinderhospiz-loewenherz.de

 

www.osnabruecker-hospiz.de/leistungen/ambulanter-kinderhospizdienst

 

Spendenübergabe der SchülerInnen und Abteilungsleitungen an die beiden Vertreter der Hospizeinrichtungen.

Herr Held und Frau Schrader berichteten von ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Die SchülerInnen lauschten den persönlichen Erfahrungen der beiden Ehrenamtlichen.